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Ostern soll Ferienlandeisenbahn Crispendorf in die Saison starten

  • Thomas Bitter im Lokschuppen der Ferienlandeisenbahn: „Maja“ bekommt bis zum Saisonstart eine komplett neue Bremsanlage, für „Crispi“ gibt es neue Bremsbeläge. Foto: Uwe Lange Thomas Bitter im Lokschuppen der Ferienlandeisenbahn: „Maja“ bekommt bis zum Saisonstart eine komplett neue Bremsanlage, für „Crispi“ gibt es neue Bremsbeläge. Foto: Uwe Lange
 Rollout 2018 der Ferienlandeisenbahn Crispendorf am 1. und  2. April. Bis Ostern ist noch jede Menge zu tun. Der Verein hat noch zwölf Mitglieder.           
CrispendorfThomas Bitter und seine nur noch wenigen Mitstreiter im Verein Ferienlandeisenbahn Crispendorf hoffen inständig auf Frost, aber nicht auf Schnee. Dieses Hoffen hat einen ziemlich praktischen Hintergrund, denn auf gut 60 Metern ist der Schienenstrang durchs Tal der Wisenta derzeit unterbrochen, läuft in der Winterpause ein planmäßiger Austausch von Schwellen. „Wir warten dringlichst auf niedrigere Temperaturen, damit wir mit Baugeräten auf die Wiese fahren können, die momentan komplett aufgeweicht ist“, berichtete der Vereinschef bei einem Rundgang in dieser Woche.

Neue Schwellen aus Holz und Beton eingebaut Zeitlich sieht man sich mit Blick auf den Umfang der Arbeiten, die insgesamt anstehen, schon mit einer gewaltigen Herausforderung konfrontiert. Denn bereits zu Ostern, genau am 1. und 2. April, soll es das Rollout 2018 geben und dann erwartet man wieder Gäste aus nah und fern zu den Osterfahrten.

Was die Arbeiten am Gleis angeht, sind für die Kurvenabschnitte, die einem sehr hohen Verschleiß unterliegen, Betonschwellen vorgesehen. Auf den Geraden nutzt man die traditionellen Holzschwellen. Gut 150 Schwellen aus Beton wurden für den aktuellen Bauabschnitt angeschafft. Für Interessierte werden vom Verein spezielle Schwellenpatenschaften angeboten. 91 der hier verbauten Betonschwellen haben bereits eine solche. „Klappt mit den Arbeiten an der Strecke bis Ostern alles so wie geplant, sind dann knapp 900 Meter generalüberholt“, hofft Thomas Bitter.

  • Im Hintergrund liegt Bruchholz vom letzten Sturm. Bis Ostern heißt es hier im Tal der Wisenta auch beim Gleisbau kräftig anpacken. Foto: Uwe Lange Im Hintergrund liegt Bruchholz vom letzten Sturm. Bis Ostern heißt es hier im Tal der Wisenta auch beim Gleisbau kräftig anpacken. Foto: Uwe Lange
Im vergangenen Jahr konnten hier 5253 Fahrgäste registriert werden. Blickt man auf die 4965 des Jahres 2016, ergibt sich also eine Tendenz nach oben. „Ich hoffe mal, dass wir dieses Niveau zumindest halten können“, gibt sich der Vereinschef ein wenig skeptisch. Die Erklärung folgt postwendend: Denn aus personaltechnischen Gründen muss der Fahrbetrieb etwas reduziert werden. Den konkreten Fahrplan der Ferienlandeisenbahn für die Zeit zwischen April und Oktober 2018 kann man in den nächsten Tagen auf der Internetseite des Vereins einsehen.

Der hatte zu besten Zeiten mal bis zu 25 Mitglieder, inzwischen gibt es noch zwölf. Davon sind aber nur acht überhaupt aktiv, deren Engagement übers Jahr man aber nicht hoch genug bewerten kann, schließlich läuft alles, was irgendwie mit der ­Ferienlandeisenbahn zusammenhängt, auf rein ehrenamtlicher Basis. Neue Mitstreiter sind also wirklich dringend gesucht, deren Einsatzmöglichkeiten längst nicht nur auf den Bahn­betrieb beschränkt sind.

Ein Dankeschön der Hobby-Eisenbahner um Thomas Bitter geht weiterhin an den Baumaschinen-Service von Michael Wohlfahrt in Volkmannsdorf, der nicht nur bei den aktuellen Gleisbauarbeiten mit Technik aushilft. Auch im Lokschuppen und drumherum sieht es in diesen Tagen noch sehr nach Baustelle aus. Zur Umsetzung von „Maja“ und „Crispi“ reichen die vorhandenen Schienen gerade, aber dann war das Gleisbett ­zumindest in dieser Woche lediglich ausgebaggert.

Drinnen bei den Loks geht es jetzt über den Winter bei „Maja“ um den Austausch der kompletten Bremsanlage und bei „Crispi“ um eine Erneuerung der Bremsbeläge. Zuwachs gab es vorigen Dezember beim „rollenden Inventar“. Wie zu erfahren war, konnten von einer anderen Parkeisenbahn in Deutschlands diverse Personenwagen übernommen werden. Deren Aufarbeitung erweiterte das anstehende Arbeitspensum ebenfalls.

Ein erster fotografischer Nachweis der Existenz der kleinen Bahn hier stammt von 1954. Wie Thomas Bitter informierte, werden im Mai 2018 dann auch wieder Vertreter des Eisenbahnbundesamtes zur Kontrolle erwartet. Ebenfalls wies er darauf hin, dass ihn neben den aktuellen Aktivitäten auch bereits die Planung für 2019 beschäftigt. So soll es im kommenden Jahr wohl wieder eine Modellbahnausstellung im Ferienland geben.

Infos zur Bahn gibt es unter ; telefonische Anfragen unter (0177) 566 11 04 möglich

Uwe Lange / 13.01.18 / OTZ
Z0R0141330652
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